Einnahmen und Ausgaben auf einen Blick.

Karrikatur: Görke mit Fernrohr

Schön, dass Ihr es bis hierher durchgehalten habt und sogar noch lächeln könnt. Nun müsst Ihr noch einmal tief Luft holen und es bis zum Ende schaffen!

Ich habe Euch hoffentlich an den Beispielen einiger Ausgaben zeigen können, was uns in der Politik besonders wichtig ist. Jedoch umfasst der Haushalt für 2014 tausende Einnahme- und Ausgabepositionen. Es ist unmöglich, alle einzeln hier aufzuführen. Das würde Euch auch langweilen. Auf jede Einzelposition einzugehen, ist manchmal sogar ungünstig, denn über den vielen Details verliert man schnell das Ganze aus dem Blick. Deshalb zeige ich Euch zwei Grafiken, die Einnahmen und Ausgaben in Gruppen darstellen.

 

Einnahmen des Landeshaushaltes 2014

59,6 %
Steuereinnahmen
14,6 %
Bedarfszuweisungen
(Gelder des Bundes, vor allem für die ostdeutschen Länder)
8,9 %
Zweckgebundene Bundeszuweisungen
(Gelder des Bundes für bestimmte Zwecke, z. B. BAföG, Wirtschaftsförderung, Städtebau, öffentlicher Nahverkehr)
5,0 %
Länderfinanzausgleich
(Gelder, die Brandenburg von „reicheren“ Bundesländern erhält)
4,7 %
EU-Zuschüsse
(Gelder der EU, z. B. für Landwirtschaft, Arbeitsmarkt und Wirtschaftsförderung)
4,0 %
Sonstige Einnahmen
3,2 %
Gebühren- und Verwaltungseinnahmen
0 %
Nettokreditaufnahme
(Brandenburg will ab 2014 keine neuen Schulden mehr aufnehmen)

Adorable girl studying in the school (Foto: Gelpi, fotolia.de)

An den Einnahmesäulen seht Ihr deutlich, dass fast 60 Prozent aller Einnahmen Steuereinnahmen sind. Zusammen mit den Gebühren und Verwaltungseinnahmen – so könnte man es ausdrücken – kommt über die Hälfte aller Einnahmen aus Brandenburg selbst. Das heißt aber umgekehrt, dass unser Land von anderen Einnahmequellen ziemlich stark abhängig ist. Mehr als ein Drittel seiner Einnahmen kommt von Zuweisungen und Zuschüssen des Bundes, der Europäischen Union und der Hilfe anderer Länder über den Finanzausgleich.

Die Säule Netto-Kreditaufnahme zeigt, dass wir ab 2014 planen, ohne neue Kredite auszukommen. Künftige Generationen, also auch Ihr, müssen damit weniger Schulden zurück zahlen.

 

Ausgaben des Landeshaushaltes 2014

    Mit über 30 Prozent nehmen die Zuschüsse, die an die Städte und Gemeinden gegeben werden, damit diese ihre laufenden Ausgaben bezahlen und außerdem in Schulen und Kindergärten investieren können, den größten Ausgabeposten ein. Ich finde es durchaus beachtlich, was wir für unsere Kommunen finanziell aufwenden.

    Über ein Viertel aller Ausgaben sind die Personalkosten, auch ein sehr großer Ausgabenposten.

    Wenn Ihr dann noch seht, dass die Zinsen, die wir für Kredite bezahlen müssen, über fünf Prozent aller Ausgaben einnehmen, versteht Ihr sicher, warum wir die Schuldenaufnahme schrittweise reduziert haben. Auch, wenn das nicht kinderleicht wird, wollen wir ab 2014 auf neue Kredite verzichten.